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Über uns
Die über 70-jährige Geschichte des Schifffahrtsbetriebs Heidegger Der Gründer des Schifffahrtsbetriebs Heidegger war Alfons Heidegger sen. (geb. 1910 in Überlingen). Er war gelernter Bootsbauer, aber aufgrund der Weltwirtschaftskriese fand er keine Arbeit. Er überlegte schon, zum Goldsuchen nach Amerika auszuwandern, als er seine spätere Frau Maria Heidegger kennenlernte. Und so schlug er sich die Goldsucherpläne aus dem Kopf und blieb in Überlingen. Bereits im Jahr 1933 gründete Alfons Heidegger sen. in Überlingen den Motorbootsbetrieb Alfons Heidegger. Sein erstes Schiff hieß "Fons"; denn das war sein Spitzname: Fons ist die Kurzform von Alfons! "Der Fons" war ein Boot für 9 Personen und hatte einen, Ford-Motor und -Getriebe. Mit diesem Boot führte Alfons Heidegger sen., zusammen mit seiner Frau Maria Heidegger, Rundfahrten und Wellenreiten (=Vorläufer vom Wasserski) durch. Nach dem Krieg war natürlich aufgrund der Besatzung nicht an Schifffahrt zu denken. Bis 1948 war der See für die Schifffahrt gesperrt; abrer der "Wiesoso" wurde schon für die Zeit danach hergerichtet: das Boot bekam einen neuen Aufbau und einen überdachten Steuerstand. Dann kaufte aber der Zoll das Schiff für 5.000 Mark. Es folgten daher in kurzer Zeit die Boote "Föhn" und "Weißer Strahl". Das gebrauchte Boot Föhn wurde mit einem neuen Aufbau versehen: kurzerhand wurden zwei Omnibusoberteile auf den Holzrumpf montiert. Der "Weiße Strahl" war ursprünglich eine Admiralsbarkasse eines Kriegsschiffes und der Name war eine Anspielung auf den weißen Ostseestrand. "Föhn" war für 75 Personen zugelassen, später wurde die Zahl auf 65 Personen herabgesetzt. "Weißer Strahl" wurde nach Verlängerung für 35 Personen zugelassen. Nun waren zum ersten Mal zwei Boote gleichzeitig im Einsatz, die von Alfons Heidegger sen. und seinem Sohn, Alfons Paul Heidegger jun. (geb. 1934, Beruf: Schreiner) gesteuert wurden.
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Um die langen Wintermonate zu überstehen, kaufte Heidegger sen. im Jahr 1963 eine Autofähre von den Stadtwerken Konstanz: die MF Meersburg (Bj. 1928). Mit diesem Schiff gründete er einen zweiten Betrieb, den Ramm- und Baggerbetrieb Heidegger. Als "Lukas" war diese erste Autofähre jahrelang im Einsatz und wurde z.B. zum Bau der Fernwasserleitung im Überlinger See und zum Bau verschiedener Hafenanlagen benutzt.
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Auch diesen Betrieb erweiterte Heidegger sen. 1970 durch ein zweites Schiff, die MF Konstanz, die als "Herkules" bis 1975 als Ramm- und Baggerschiff im Einsatz war. 1975 wurde auch der Ramm- und Baggerbetrieb aufgegeben, da die Fahrgastschifffahrt vollen Einsatz forderte und der zweite Betrieb auch finanziell nicht mehr notwendig war, um über den Winter zu kommen. |
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1975 kaufte Alfons Heidegger sen. das Boot "Seehase" von der Firma Unser in Unteruhldingen. Dieses für 75 Personen zugelassene Schiff mit Mercedes-Motor ersetzte den "Weißen Strahl". Nur ungern verkaufte Heidegger sen. den "Weißen Strahl" in den Untersee. Doch der neue Eigentümer konnte keine Konzession erlangen und ließ das schöne Holzboot zweimal absinken. Danach war es dann unbrauchbar und wurde abgewrackt. |
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1980 wurde ein weiterer Meilenstein in der Geschichte des Schiffahrtsbetriebs Heidegger erreicht: mit der "MS Bodensee" (Bj. 1961, Schmidt-Werft Oberwinter) erwarb Heidegger sen. das erste zweistöckige Schiff, welches auch ganz aus Stahl gebaut ist. Der "Föhn" wurde an den Schiffsbetrieb Hunziker in Stein am Rhein verkauft. Ursprünglich fuhr die MS Bodensee als MS Düren auf dem Ruhrsee für die Ruhrsee-Schifffahrt Schwammenau GmbH & Co. KG. Der Salon der MS Düren wurde abgerissen, damit das Schiff auch unter der Konstanzer Rheinbrücke hindurch fahren kann. Über Rhein, Neckar und per Großtransporter über die Autobahn wurde das Schiff an den Bodensee transportiert. Es befindet sich bis heute im Besitz des Schifffahrtsbetriebs Heidegger. Mit einem Fassungsvermögen von 230 Personen bei ca. 200 Sitzplätzen ist sie auch für den Transfer großer Gruppen geeiget. |
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Ebenfalls 1980 übernahm Alfons Paul Heidegger jun. den Schiffsbetrieb Alfons Heidegger von seinem Vater. Heidegger sen. fuhr aber bis 1985 mit den Schiffen. Als Entlastung für Heidegger sen. wurde ein Kapitän eingestellt: Georg Jelinek (geb. 1954).
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Im Jahr 1985 gab Heidegger jun. ein neues Schiff in Auftrag: 1986 wurde die "MS Föhn" in Betrieb genommen. Der "Seehase" wurde an die St. Niklausen-Schiffsgesellschaft am Vierwaldstätter-See (Schweiz) verkauft. Die MS Föhn besitzt ein Fassungsvermögen von 120 Personen bei 130 Sitzplätzen.
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